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Es gibt ein neues Menschenrecht: das Recht auf sauberes Wasser!

via www.tagesschau.de

Es wurde Zeit für das Recht an sauberem Wasser! 2 Millionen Menschen sterben jährlich am Gegenteil. Die üblichen Verdächtigen (z.B. die USA) konnten der Resolution leider nicht zustimmen, weil man im Weißen Haus noch nicht recht weiß, wie man dieses Menschenrecht umsetzen soll. Stimmt ja, man hat in manchen Ländern auch noch Schwierigkeiten mit den Ausführungsbestimmungen zu den einfachsten Menschenrechten. Yes, we can - kill!

Zum Thema wieviel Wasser unsere Zivilisation verbraucht, gibt's hier eine aufschlussreiche Infografik über "Virtuelles Wasser".


»The Next Big Thing«

Was haben Auto, Computer, Fernsehen, Glühlampe, Jeans und Röntgentechnik gemeinsam? Das Vakuum und die Zahnpasta nicht zu vergessen. Sie alle sind deutsche Erfindungen, die während der letzten Jahrhunderte ihren Siegeszug um die Welt angetreten haben.
Das liest sich gut. Eine Menge nützlicher Sachen. Alle zur Zeit ihrer Markteinführung Bahn brechend und aus unserem Leben nur schwer wegzudenken. Doch irgendwas läuft schief. Deutschland ist im Innovationsranking abgefallen, von China überholt.

Da könnte man sich Fragen stellen:
Kann uns diese Tatsache egal sein oder sollte sie den Wissenschaftsstandort Deutschland besorgt stimmen?

Eignet sich als Maßstab zur Bestimmung der Innovationskraft die Zahl der Patentanmeldungen einer Nation in einem bestimmten Zeitraum?

Wie und von wem werden zukünftige Innovationsfelder bestimmt und welche könnten es sein?

Die Kardinalfrage ist schließlich: reichen für die Lösung von Problemen weltweiten Ausmaßes die Interessen der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen international tätiger Konzerne und die Herangehensweise der nationalen Bildungs- und Forschungsministerien aus?

In meinen Augen geht es um grundlegende Fragen für das Fortbestehen der Menschheit. Wie könnte man unser globales Dorf wirklich besser und nicht nur komfortabler machen? Kann »the next big thing«, wie man im englischen den nächsten großen Hype bezeichnet, die Welt verändern oder wird es nach kurzer Zeit im Regal der überflüssigen Spielzeuge stehen?

Dabei werden je nach Interessen meist sehr unterschiedliche Ansätze in der Problemlösung verfolgt.
Ich hoffe, es wird endlich wieder eine großartige Erfindung geben, die etwa aus Afrika den Demeter-Hof der Welt macht.
Vielleicht wird aber auch nur ein besonders stabiler elektrischer Zaun für den Süden Europas erfunden, der die Verzweifelten an der erfolgreichen Flucht aus Afrika hindern wird.


Hörenswert: Die Sieger-Essays als mp3

Der erste Essaywettbewerb von Bayern 2 lockte über 500 TeilnehmerInnen, über das Thema "der/die/das Nächste bitte?!" zu schreiben.

Auf der Veranstaltung "Forum Essay 2010" am 1. Juli im Funkhaus München wurden die GewinnerInnen bekannt gegeben.

Die Preisträger-Beiträge wurden bereits gesendet und sind auf der Website von Bayern 2 als Podcast zu hören. Mein Essay "The Next Big Thing" veröffentliche ich demnächst hier im Blog.

1.Preis: Andreas Martin Widmann:
Who's next oder: das Behagen in der Unkultur.

Das Plattencover der Band The Who aus dem Jahr 1971 wird zum Ausgangspunkt für Reflexionen zwischen Internetsurfen und Lesen, zwischen Öffentlichkeit und Privatheit.

2.Preis: Thorsten Krämer:
Vergessen wir nicht: den Übernächsten!

"Wie nah ist nah?" fragt der Autor, um von Kermit dem Frosch zur Nächstenliebe in der globalisierten Welt, zur Chaostheorie und zu räumlichen Anordnungen in der japanischen Sprache zu finden. Ein überzeugender Essay zur Ethik heute.

3.Preis: Constanze Ehrhardt:
Abgehakt - das Nächste bitte! oder: Warum wir die neuen Spießer sind.

Ein Essay über das Studieren nach Bologna, über Verworrenheit und Ordnung, Mut zum Chaos und dem Studium zum Selbstzweck.