Previous month:
Juni 2008
Next month:
August 2008

Die SZ präsentiert: Destination Failure auf dem Tollwood

Alessio_tollwood Destination Failure (myspace) - Bild zeigt Sohn Alessio am Alt-Sax - traten letzten Sonntag als letzte der 12 Finalisten des Stadt-Land-Rock-Festivals auf dem Tollwood in München auf. Ursprünglich waren über 200 Bands im Contest vertreten, den die Süddeutsche Zeitung organisiert hat, um die junge Münchner Band-Szene zu präsentieren. Da die musikalischen Ausrichtungen der Finalisten recht unterschiedlich waren, wollte der Veranstalter es bei dieser Auswahl belassen, auch um die Vielfalt der Münchner Szene aufzuzeigen.

Krönender Abschluß des letzten Abends waren um 19:00 Small Outline Diode, um 20:00 Solardrive und um 21:00 rockten die (nicht nur) zahlenmäßig überlegenen Jungs von Destination Failure das SZelt. Und sie rockten es wirklich!! Schneller Bläser-Punk-Rock vom Feinsten mit Ska-Elementen und ausschließlich eigenen Stücken. Bomben-Stimmung! Auszug aus der SZ vom 16.07.:

"als dem bassisten der professionellen bläser-punks destination failure der gurt reisst, reparieren ihn augenblicklich zwei musiker von kafkas orientbazar" und "eine band wie small outline diode, die schon beim nachspielen von nirvana und ärzte-klassikern probleme hatte, sollte der jury im nächsten jahr allerdings nicht mehr durchrutschen"

Neben einer geringen Gage wurde den Finalisten das anspruchsvolle Tollwood-Publikum geboten (im Nebenzelt spielte zeitgleich Jethro Tull mit der Flöten-Legende Ian Anderson, Wir sind Helden waren paar Tage vorher da) und vom Veranstalter gab's für jede Band einen professionellen Mitschnitt des eigenen Konzerts. Sobald es auf YouTube steht, gibt's von mir den Link dazu, bis dahin kann ich nur mit paar Video-Schnipseln aus meiner Digicam dienen - na ja, wenn man weiß was drauf ist... erkennt man's eigentlich ganz gut :)

Hier die Links:

Destination Failure auf dem Tollwood 2008 1/1

Destination Failure auf dem Tollwood 2008 1/2

Destination Failure auf dem Tollwood 2008 1/3

Destination Failure auf dem Tollwood 2008 1/4


Schreib-Wettbewerbe: thematische und formale Anforderungen

Ss851815 Ich habe während der letzten Monate an einigen Schreib-Wettbewerben teilgenommen. Der erste war der Kärntner Krimi-Preis (Einsendeschluß: 30.04.), dann folgte der Harder Literatur-Wettbewerb (läuft noch bis Ende Juli) und der Armin T. Wegner-Literaturwettbewerb (Einsendeschluß: 30.06.) mit dem Thema Menschenrechte. Aktuell bin ich an einem neuen Krimi dran, für den Agatha-Christie-Krimipreis (Einsendeschluß: 22.08.).

Das reizvolle an solchen Ausschreibungen sind - neben attraktiven Hauptpreisen - die sogenannten Anthologien, die die Veranstalter der Schreib-Wettbewerbe aus den jeweils 20-30 besten Beiträgen zusammenstellen. Wenn man die Aufnahme in eine dieser Anthologien schafft, kann man von einer Veröffentlichung sprechen, denn diese »Kurzgeschichten-Sampler« tragen eine ganz normale ISBN-Nummer und werden teilweise vor ihrem Erscheinen lektoriert. Also 1000-mal besser als »Eigen-Verlag« und 100-mal besser als »Zuschuss-Verlage«.

Die thematischen Anforderungen sind bei jedem Schreib-Wettbewerb unterschiedlich, wobei nicht wenige Autoren angeblich nur die Titel bereits existierender Geschichten umschreiben und evtl. geforderte Details nachträglich in ihre Stories einbauen. Das ist natürlich Minimalaufwand, kann ich aber nachvollziehen, wenn man die Schublade voll unveröffentlichter Werke hat, die man gern unter die Leserschaft bringen möchte. Das ist bei mir (zum Glück) nicht der Fall, deshalb gehe ich jedes Thema "from the scratch" an.

Auch die formalen Anforderungen der meisten Schreib-Wettbewerbe sind sehr genau definiert. Da gibt es natürlich Einschränkungen wie Mindestalter oder maximales Alter des Einreichers, aber auch Wohnort oder bereits getätigte Veröffentlichungen können eine Rolle spielen. Aktuelles Beispiel - Armin T. Wegner Preis organsisiert von Amnesty International und der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V:
 

  1. Die sogenannte »Normseite« ist in der Branche selbstverständlich. »Normseite« bedeutet: Din A 4 mit 30 Zeilen à maximal 60 Zeichen, also höchstens 1800 Zeichen pro Seite, Schriftart meist Courier oder Times, manche verlangen Arial. Im konkreten Fall durfte der Beitrag 15.000 Zeichen mit Leerzeichen nicht überschreiten.
  2. Anonymisierung. Der Name des Autors sowie seine literarische Vita sind in einem geschlossenen Umschlag beizulegen, der ein selbst gewähltes Kennwort tragen muss.
  3. Das Manuskript ist statt dem Autorennamen mit diesem Kennwort zu versehen.
  4. Der Manuskript-Ausdruck muss in fünffacher Ausfertigung beigelegt werden. Heftung ist im Literaturbetrieb  nicht gern gesehen, genauso wenig wie Büroklammer für das Zusammenhalten der einzelnen Blätter. Inoffiziell wird das übergroße Gummiband bevorzugt, das parallel zur Zeilenausrichtung quer angebracht wird.
  5. Zusätzlich erwarteten die Organisatoren des Armin T. Wegner Literatur-Wettbewerbs die Beiträge in digitaler Form entweder per E-Mail (da könnte es schwierig werden mit der Anonymität) oder per Diskette und in diesem Fall bitte in zweifacher Ausführung - wegen möglicher Disketten-Schäden! Die Disketten müssen dann auch das Kennwort tragen.

Wer die Formalien nicht erfüllt, wird laut Veranstaltern erbarmungslos aussortiert. Wie man sieht, ist es auch in dieser Branche mit Kreativität alleine nicht getan. Also immer schön konzentrieren, liebe Autoren!