6 Stipendien für literarische Projekte

Läuft noch bis nächste Woche Donnerstag (24.03.):
6 Literaturstipendien der Landeshauptstadt München die mit jeweils 6000.-€ literarische Newbies fördern. Wer endlich ein langgehegtes Literatur-Projekt verwirklichen möchte, hat noch rund eine Woche Zeit.

Die Voraussetzungen bzw. einzureichende Unterlagen:

- wohnhaft im S-Bahnbereich
- Literarische Vita mit Veröffentlichungen
- 1-seitiges Exposé
- Prosa: max. 30 Seiten (Normseite à 1800 Zeichen) aus dem Projekt
- oder Lyrik: max. 20 Gedichte
- oder Kinderliteratur max. 15 Seiten
- oder Theater- / Hörstück max. 20 Seiten

Davon dann 7 komplette Sets ausgedruckt, für die Jury gepackt und geschickt an:

         Kulturreferat/Abteilung 1
         Literaturstipendien
         Burgstr. 4
         80331 München

Ich denke, ich werde noch mit "Ruedis Praxis" (Arbeitstitel) teilnehmen. Fehlt nicht mehr all zu viel.


Lesung mit Ann-Kathrin Kramer

Am 11.02. las die Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer in einer Buchhandlung in Wuppertal 5 der insgesamt 26 Geschichten aus dem Buch "Wer die Wahrheit spricht, muss immer ein gesatteltes Pferd bereithalten".

Klar, die Veranstalter von Amnesty International (AI) und der Roesner Verlag wollten natürlich Werbung für die gute Sache machen. So hatten sie für die Lesung teils sehr gute, aber ausnahmslos schockierende Geschichten ausgewählt. Ann-Kathrin Kramer meinte danach:
"Gibt es denn eine Geschichte, die nicht so traurig ist?"
Und weiter steht im Bericht von der Lesung auf "Der Westen" (WAZ-Gruppe):
"Die Geschichten sollen ja zum Nachdenken anregen, doch für tiefe Gedanken blieb an dem Abend wenig Zeit und vor allem wenig Raum. Ein oberflächliches Gespräch wäre dem sicherlich nicht gerecht geworden. So blieb eine Diskussion nach der Lesung aus..."

Ich frage mich, was das Ziel solcher Lesungen ist und ob es so erreicht wird.
Möchte man direkt Beitritte und Spenden für die Organisation initiieren? Will man als Herausgeber nur mit dem Schockeffekt agieren oder auch in der Aufklärung bezüglich der Menschenrechte weiterkommen? - Was das erklärte Ziel des damaligen Wettbewerbs und der Buchveröffentlichung war.

Ich finde, Bücher - egal welches Genres - sollten den Leser unterhalten. Sonst sieht es abseits von Lesungen mit Promis, die bei solchen Lesungen für Autogramme zur Verfügung stehen (auch wenn keine Zeile des Buchs von ihnen stammt) für die Verbreitung solch guter und wichtiger Literatur mau aus.

Schade, dass ich nicht dabei war - ich hätte Frau Kramer mindestens eine Geschichte mit positiver Tonalität nennen können, die sich dem Thema Menschenrechte auf andere Art nähert:
"Außer Fische" von Andi Zachariades. Huch, das bin ja ich... ;)


Oma Käthe und Timo bei "Streetview Literatur"

Beim Literaturtreff neulich im Nähwerk (München, Schwanthalerstraße) stellte Marion Schwehr Ihr neuartiges Verlagsportal Euryclia und das Streetview Projekt vor. Ich fand die Idee gewagt, aber gewitzt und das angestrebte Format mit Streetview-Experience für Kurzgeschichten medienadäquat und richtig heiß. Noch ist es nicht umgesetzt, doch technisch soll dabei die Redaktion des SZ-Magazins "jetzt" unterstützen. Drum schickte ich Marion Schwehr eine Geschichte, die - wie ich fand - gut in das Geamtkonzept passt.

Das Ziel, ein weit verzweigtes Netz von Kurzgeschichten-Handlungsorten zu spinnen, kann nur durch die Teilnahme vieler Autoren erreicht werden. Aber dann wird es für den geneigten medienaffinen Leser richtig interessant. Er mäandert zwischen den Geschichten umher, verweilt irgendwo, liest nochmal, fängt woanders an, verwirft, konsumiert, reflektiert. Sicher ist die die "Konkurrenz" nur noch einen Klick entfernt, klar will man als Autor selbst gerne von Anfang bis Ende gelesen werden, aber: Sind wir nicht alle ein bisschen Internet?

Freut mich jedenfalls riesig, dass meine Geschichte "Ai WeiWei im Haus der Kunst" oder "Passt schon, Oma!" die von Geheimnisträgerin Oma Käthe und ihrem Enkel Timo erzählt, als Dritte neben einer Geschichte des Bachmann-Preisträgers Thomas Lang gelandet ist ;) Und das obwohl Marion schon 'zig Texte bekommen hat.


"Rosa ist das Grau der Optimisten"

Logo_poetikdozentur

Habe leider recht spät davon erfahren. Drum muss ich erst mal sehen, ob ich neben "Ruedis Praxis" dafür Zeit finde...

Hoch interessant ist das Thema des Würth-Literaturwettbewerbs, das im Rahmen der Tübinger Poetikdozentur von Juli Zeh bereits im vergangenen November bekannt gegeben wurde.


Das Thema lautet:
"Rosa ist das Grau der Optimisten"

Was für ein Satz!

 

Der Würth-Literaturpreis ist ein Prosawettbewerb. Es können literarische Texte (Kurzgeschichten, Essays) im Umfang von ca. 10.000 Zeichen (mit Leerzeichen) eingereicht werden. Die Texte müssen unveröffentlicht sein.

Details dazu auf der Seite der Uni Tübingen.


Januar-Literaturtreff am 5. und 13. - "Streetview Literatur"

Auch im Januar gibt es wieder mindestens zwei empfehlenswerte Veranstaltungen für Literaturinteressierte in München. Der erste ist schon morgen, Mittwoch 5.1. im Cafe Kitchenette am Harras, der zweite am Donnerstag 13.1. im Nähwerk in der Schwanthalerstraße. Initiatorin ist die Autorin Diana Hillebrand, das Programm ist identisch. Weitere Infos gibt es hier:

Programm - Literaturtreff - Wortwerkstatt SCHREIBundWEISE

Diesmal sind die Abende schon deswegen zumindest einen Besuch wert, weil ein wirklich neuartiges Literatur/Kunstprojekt vorgestellt wird: Streetview Literatur. Die Initiatorin Marion Schwer ist an beiden Abenden anwesend, um ihr Projekt vorzustellen. Noch steckt das ziemlich in den Kinderschuhen, aber mal sehen...

Mir ist das Nähwerk für diese Veranstaltung lieber, drum lasse ich mir bis nächste Woche Zeit.

 

 


Selma Meerbaum-Eisinger Literaturpreis

Ein Literatur-Wettbewerb mit interessantem Thema, Preisgeldern und für uns (!) mit noch genügend Zeit...

 

»Ich habe keine Zeit gehabt, zu Ende zu schreiben«
(Selma Meerbaum-Eisinger) 

Ausschreibung des
Selma Meerbaum-Eisinger - Literaturpreis 2010/2011
»Poesie der Lebensfuge
- Schreiben in (ab)gebrochener Welt?«

Einsendeschluss: 31. März 2011

»Ich habe keine Zeit gehabt, zu Ende zu schreiben«. Im Gedenken an Selma Meerbaum-Eisinger (1924 - 1942) schreiben der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA), die Armin T. Wegner Gesellschaft und die Kölner Autorengruppe FAUST den Selma Meerbaum-Eisinger Literaturpreis 2010/2011 aus.
 
Erst vor dreißig Jahren, im Jahre 1980 erfolgte in Deutschland die eigentliche Entdeckung des Nachlasses der jungen Autorin.

Selma Meerbaum-Eisinger starb am 16. Dezember 1942 im ukrainischen Arbeitslager Michailowska. Mit nur 57 Gedichten hat die Lyrikerin ein schmales Werk hinterlassen, das Jahrzehnte außerhalb einer breiteren öffentlichen Wahrnehmung blieb, heute dagegen zur Weltliteratur zählt.
 
Unter der Schirmherrschaft des WDR-Journalisten Jörg Thadeusz erinnern die Initiatoren damit an eine junge Schriftstellerin, deren Werk, neben den Gedichten von Rose Ausländer und Paul Celan, zum großen literarischen Erbe der ausgelöschten deutsch-jüdischen Kultur in der Bukowina und Galizien zählt.
 
Ihr Werk soll als Ausgangspunkt für eine literarische Reise dienen, die jede/r interessierte Autorin und Autor auf ihre bzw. seine eigene Art forterzählen kann. Jede/r interessierte Autorin und Autor wird dazu aufgerufen, das Wirken von Selma Meerbaum-Eisinger fortzuschreiben und das literarische Schaffen dieser bemerkenswerten jungen Literatin in die Gegenwart literarischen Schaffens zu transferieren.
 
Damit fragen die Initiatoren nach der jungen Literatur. Wie hätte Selmas talentiertes literarisches Schaffen weiter verlaufen können?
 
Mit dem Wettbewerb betreten die Initiatoren auch technisches Neuland. In freundlicher Kooperation mit der amobo GmbH erfolgt auf rein elektronische Weise (Web 2.0) die Einreichung der Beiträge über die Website http://literaturpreis.amobo.de.
 
Der Wettbewerb wird in der Sparte Kurzprosa und Lyrik ausgeschrieben. In jeder Sparte erhält der/die jeweilige Preisträger/in ein Preisgeld von 2.000 Euro. Zusätzlich ist ein Publikumspreis ausgelobt, der von den Plattformnutzern vergeben wird. Über die Beiträge wird eine renommierte Jury aus hochklassigen Verlegern, Schriftstellern, Lektoren und Journalisten/Kritikern befinden. Die Preisverleihung wird im Herbst 2011 in Köln stattfinden.
 
Die Veranstalter danken dem Anne Frank Fonds, amobo GmbH, dem Literaturhotel Franzosenhohl in Iserlohn und dem Hoffmann & Campe Verlag.
 
 
Bonn/Köln/Wuppertal, den 8. Dezember 2010
 
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Bundesverband junger Autoren und Autorinnen
(BVjA)
Postfach 20 03 03
53133 Bonn

www.bvja-online.de
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15. Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb: »Katz & Maus«

Hollescheck & Schlick laden ein zum 15.Münchner Menüwettbewerb.


Originaltext:
//Eine auflagenstarke Veröffentlichung, 1.250 Euro Preisgeld und ein Stipendium suchen einen Sieger.

Rilke, in seinen Zeilen über all die Herbstzeitloser, wusste: „... wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben" - oder eben Kurzgeschichten. Aber nicht an Stille, Besinnlichkeit und Harmonie denken! Wir wollen Gegensätze, und zwar zum Quadrat: 'Katz und Maus' ist das disharmonische Thema unseres nächsten Kurzgeschichtenwettbewerbs. Das kann, muss man aber nicht zoologisch verstehen. Paare, Kinder, Du und ich – alle Katze, alle Maus, von Zeit zu Zeit und Ort zu Ort. Wie ist das mit den Gegensätzen? Anziehend wie magnetische Pole? Abstoßend wie Wasser und Öl? Sagt es uns, Satz für Satz, Gegensatz für Gegensatz … und wer sich inspirieren lassen will, schlägt unter Grass nach.

Die Texte sollen bis 5. März 2011 elektronisch an lesung@hs-veranstaltungen.de eingesandt werden. Unsere renommierte Jury wählt aus den Geschichten vier aus. Die Lesung der vier Siegergeschichten findet Mitte oder Ende März in München statt, genaues Datum und Ort werden noch bekannt gegeben.

Jeder Text wird erst musikalisch (live) eingeführt, dann von unseren Schauspielern gelesen, darauf von unserem Koch in einem Menügang interpretiert. Vier solcher Gänge gibt es. Das Publikum wählt zum Schluß den Sieger, der das Preisgeld (1000 Euro) und ein Stipendium im Tophotel gewinnt, sowie auflagenstark veröffentlicht wird. Zusätzlich wird der Federwelt-Jurypreis (250 Euro) vergeben. Die Autoren der Schlussrunde werden zum Lesungsabend nach München eingeladen.

Als Bewerber um den Preis erklärt ihr euch mit der Einsendung bereit, dass euer Text bei Auswahl vorgetragen und in einer Anthologie zur Lesung, in verschiedenen Zeitungen sowie auf unserer Homepage (www.hs-veranstaltungen.de , Menüpunkt Lesungen) veröffentlicht wird. Die Texte müssen zwischen 11.000 und 13.000 Zeichen lang sein (ohne Leerzeichen) und sollen als Worddokument eingereicht werden. Pro Teilnehmer kann nur ein Text eingereicht werden. Informationen über bisher stattgefundene Lesungen und die Veranstalter unter www.hs-veranstaltungen.de/lesungen .